Erwin J. Franz

Blogstar – Systworks macht Buch

In Chronik am 28. Januar 2012 um 12:11

Zu den spannendsten Projekten, auf die ich mich mit meiner Agentur Zaubertal spezialisiert habe, gehören Bücher: Von der Idee, über die Konzeption und Planung bis zur Produktion und der ersten öffentlichen Präsentation des fertigen Buches sind zahlreiche Arbeitsschritte und viele beteiligte Personen zu koordinieren. Die wichtigste Voraussetzung, damit eine Publikation gelingt, ist aber immer eins: Die leidenschaftliche Liebe zu Büchern.

Das jüngste Werk an dem die Agentur mitarbeitet, stammt aus der Tastatur meines Kunden Tom Hansmann: Bereits beim Online-Start seines Blogs Tom Hansmanns Systemische Schleifen am 4. August 2009 war klar, dass aus den Beiträgen einmal ein Buch entstehen soll. Bei ihren rund 50.000 Besuchen hinterliesen die Leserinnen und Leser zahlreiche Sternchen-Votes und Kommentare, die den Autor in seinem Vorhaben bestärkten. Doch wie wird aus ohnehin schon exzellenten Blog-Artikeln zu systemischen Interventionstechniken, Gedankensplittern zur Konfliktbearbeitung, Überlegungen zum systemischen Führen und Anekdoten aus dem Berateralltag ein noch interessanteres Buch, ein sogenanntes Blook? Welchen Mehrwert kann ein Buch gegenüber dem Lesen eines Blogs bieten?

Systworks Publishing: b\logbuch einspunktnullAntworten auf diese und viele andere Fragen zu finden, stand neben den ersten Überlegungen zu Gestaltung und Ausstattung am Anfang des Projekts „b\logbuch einspunktnull“. Satzspiegel, Typografie, Seitenformat wurden festgelegt, Papier und Bindung ausgewählt, charakteristische Designelemente entwickelt, ergänzende Texte verfasst. Gemeinsam mit dem Kunden wurde ein Budgetplan erstellt, ein Fotograf für das Autorenfoto engagiert, Druckerei und Buchbinderei ausgewählt, ein Verlag gegründet, eine ISBN-Nummer beantragt, alle 208 Buchseiten gesetzt, lektoriert, korrigiert … ein Blindband (ein unbedruckter Buch-Dummy mit allen Seiten aus dem gewählten Papier und Bindematerial) angefertigt, bis schließlich die Druckmaschine angeworfen wurde. Die insgesamt 208.000 Buchseiten – vorerst noch eine Palette mit einem rund vier Meter hohen Stapel bedruckten Papiers – werden demnächst in der Buchbinderei weiterverarbeitet bis am 29. Februar 2012 der Autor sein fertiges Werk in Wien offiziell präsentieren wird.

Zeitgleich mit den Arbeiten am Buch starteten auch die ersten Marketingaktivitäten für das Buch und den neugegründeten Verlag: Für den Verlag wurde ein Logo kreiert, die Website des Kunden entsprechend adaptiert, erste elektronische Leseproben aus der Satzdatei des Buches generiert, Presseinformationen verfasst, Einladungen zur Buchpräsentation verschickt, Vorgespräche mit Buchhändlerinnen und Buchhändlern geführt oder auch ein Making-Off Fotostream für Social Media-Kanäle wie zum Beispiel Facebook produziert. Wer jetzt Lust bekommen hat, ein druckfrisches Exemplar der Erstausgabe in Händen zu halten und den Autor persönlich kennen zu lernen, kann sich hier zur Buchpräsentation anmelden. Für mich wird die Zeit bis dahin noch arbeitsintensiv und spannend …

A Tribute to Peter

In Chronik am 4. Dezember 2011 um 13:25

Am Sonntag, dem 13. November 2011 verunglückte Peter Hütmannsberger beim Bergsteigen. Tags darauf erreichte mich die Nachricht von seinem schrecklichen Unfall, am selben Abend sprach Renée Schroeder im Linzer Kepler Salon über die Suche nach dem Ursprung des Lebens: Auf die Publikumsfrage zu ihrer Meinung als Biochemikerin zum Tod antwortete sie: „Der Tod bedeutet: Der Zerfall der Ordnung.“

Briefbogen und Folder für Peter HütmannsbergerPeter lernte ich 1998 kennen: Ich arbeitete gerade mit den Regisseuren Joachim Rathke und Henry Mason an der Logoentwicklung für das Theaterspectacel Wilhering und die Werbemittel für die Aufführung der Händel-Oper „Agrippina“ von Opera da Camera. Peter war mit seiner ganzen Leidenschaft fürs Theater dabei, um die Inszenierung ins rechte Licht zu rücken. Im folgenden Frühjahr kam Peter auf mich zu und bestellte ein Firmenlogo und Geschäftsdrucksorten für seine Geigenbauwerkstätte. Bei einem Besuch in seiner Werkstatt am Linzer Hauptplatz erhielt ich damals einen ersten Eindruck davon, mit wieviel Feingefühl, Begeisterung und Sinnlichkeit er hier an seinen historischen Streichinstrumenten arbeitete. Seine Gamben und Barockviolinen baute er in den Traditionen der alten Meister Englands und der deutschen Schule; sie werden weltweit von vielen international renommierten Künstlerinnen und Künstlern gespielt. Seine Kunden kommen aus den USA ebenso wie aus Japan und Australien, womit wiederum das Logo für Peter Hütmannsberger bislang das global am weitesten verbreiteste meiner Werke ist.

Doch Peter war weit mehr für mich, als ein Kunde: Ihm verdanke ich die Domain „zaubertal.at“, aus der im Jahr 2005 der Name meiner Werbeagentur entstanden ist. Auf seinem Server stellte er mir um die Jahrhundertwende meinen ersten eigenen Webspace zur Verfügung; er unterstützte meine damaligen Website-Designexperimente mit seinem technischen Know-how und ermöglichte mir dadurch auch beruflich den Einstieg in die Welt des Internets. Am meisten allerdings vermisse ich Peter als Mensch und Freund, der mir unter anderem darin Vorbild war und ist, wie ehrlich man sich für jemanden freuen kann. Das Vakuum, das sein Tod in meiner Ordnung hinterlässt, wird wohl noch lange bestehen …

Gut gebaut in Linz

In Chronik am 4. November 2011 um 8:41

Mit eindrucksvollen Bildern von der Landeshauptstadt und spannenden Hintergrundfakten präsentierte Tourismusdirektor Georg Steiner gestern bei der Tourismuskonferenz in der voestalpine Stahlwelt den Themenschwerpunkt im kommenden Jahr: Für 2012 präsentierte er Linz als „Hotspot für Architektur und Technik“.

150 Jahre nach der Grundsteinlegung für den Linzer Dom – der größten Kirche Österreichs – zeigt sich die Stadt auch architektonisch stark verändert: Kulturbauten wie Brucknerhaus, Lentos, Ars Electronica Center oder der Südflügel des Linzer Schlosses, Bauten für Tourismus und Freizeit wie das Hotel am Domplatz oder Hummelhofbad und Eissporthalle aber auch Gebäude für Industrie, Wirtschaft, Forschung und Bildung wie Tabakfabrik, Power Tower und Science Park der Johannes Kepler Universität prägen das Stadtbild des modernen Linz. Und die Veränderung geht weiter: Mitten im Zentrum wird mit dem Bau des neuen Musiktheater erneut Architekturgeschichte geschrieben.

Besucherinnen und Besuchern sollen bei speziellen „Architektouren“, die auf der Website des Architekturforum selbst zusammengestellt werden können, die baulichen Highlights der Donaumetropole näher gebracht werden. Der Faszination von Design und Technik widmet sich eine Ausstellung, die von 5. Juni bis 25. November 2012 in der Linzer Tabakfabrik zu sehen sein wird: „PORSCHE: Mythos, Design, Innovation“ zeigt, wie aus einem Auto eines der begehrtesten Designobjekte der Welt wurde. Für 2012 ist also für ein reichhaltiges Programm gesorgt, das dazu einlädt, auch mal länger als nur für einen Tag in Linz zu Gast zu sein: Vom hohen Designanspruch der Linzer Hotels konnten sich Bibiane Hromas und ihr Team der Plattform für Architektur im Tourismus bereits bei einer Exkursion überzeugen. Ihr Motto „Architektur macht Gäste“ könnte also im kommenden Jahr auch für Linz touristischen Erfolg bringen.

Aktuelle Informationen und Termine im Blog der Linz Tourismus: LINZ.VERÄNDERT,

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