Mit einem erlebnisreichen Programm ganz im Zeichen der Elemente Luft und Wasser wurde gestern Abend der Linzer “Höhenrausch.2 – Brücken im Himmel” eröffnet. Zwischen den Stegen in luftiger Höhe sorgte strömender Regen für eine Wasserbrücke zu den Wolken.
Der Eröffnungsabend begann stimmungsvoll im Schutz der Ursulinenkirche mit der “Feuerwerksmusik” von Georg Friedrich Händel. Im Anschluss schwärmten die BesucherInnen aus und wurden im Ursulinenhof mit der Eröffnungsperformance “Schwärmen” von Laurien Bachmann empfangen: Unzählige Spielzeugpropeller stiegen kunterbunt durch den Innenhof, musikalisch begleitet vom “Hummelflug” von Nikolai Rimski-Korsakow. Vorbei am “Schaumschauen” von Isabelle Krieg gings weiter zum Aufstieg in den Ausstellungsparcours.
Insgesamt 51 KünstlerInnen sorgen mit 46 Kunstprojekten für ein neugieriges Schauen, Staunen und Erleben. Im Offenen Kulturhaus hat Laura Glusman den Festsaal geflutet, Fujiko Nakaya hüllt das Parkdeck in Nebelschwaden und Jeppe Hein zaubert Wände aus Wasserfontänen – um nur drei der vielen Installationen zu nennen. Verbunden werden die einzelnen Stationen durch die bestehenden Stege aus dem Kulturhauptstadtjahr, die mit neuen Brücken ergänzt wurden. Erstmals führt der Weg über die Dachlandschaft direkt durch einen Glockenturm und durch den Dachboden der Ursulinenkirche.
Zum Abschluss des Eröffnungsabends präsentierte Pepi Maier seinen Höhenrausch-Wasserfall auf der Nibelungenbrücke. Eine Stunde lang hatte die Donau in Linz mit Unterstützung der Feuerwehr einen eigenen Wasserfall. Am Deck der MS Anton Bruckner konnte man die Performance ganz aus der Nähe betrachten: Als das Schiff durch den Wasserfall fuhr, verschwanden zuvor die meisten dann doch lieber zu den Steckerlfischen unter Deck. Prominent beschirmt wurde ich zwar trotzdem ordentlich nass, die Begeisterung über dieses hautnahe Kunsterlebnis jedoch bleibt auch wenn die Kleidung schon lange wieder trocken ist.
HÖHENRAUSCH.2 – Brücken im Himmel
OK Offenes Kulturhaus
12. Mai bis 16. Oktober 2011