Den Sternen ein Stück näher erlebten die Besucherinnen und Besucher des gestrigen Kepler Salon eine bizarre Sonnenuntergangsstimmung auf dem Dach des FAB-Gebäudes (ehemalige Quelle) in der Linzer Industriezeile. Dabei galt es doch eigentlich, die Aufmerksamkeit auf die Dachflächen darunter zu richten, auf denen eine Vielfalt an Pflanzen und Tieren in luftiger Höhe neuen Boden für sich gewinnen konnte.
In Linz ist es Pflicht, Flachdächer über 500 Quadratmeter zu begrünen, berichtete Friedrich Schwarz, Leiter des Botanischen Gartens. Zusammen ergibt das eine Fläche von 45 Hektar belebter Dachfläche mitten im Industriegebiet. Für Christoph Hauser, Leiter der derzeit laufenden Landesgartenschau in Ansfelden, wäre das an sich Platz genug, um hier die Vision einer Landesgartenschau 2020 in die Realität umzusetzen. Christoph Wiesmayr präsentierte das Projekt “Schwemmland” und erzählte von seinem Engagement für die “rurbanen Nischen” im Linzer Osten, bevor es zum Lokalaugenschein und Informationsaustausch mit den Experten aufs Dach hinauf ging und so der Titel der Veranstaltung “Ganz schön was los da oben!” doppelt an Bedeutung gewann.
Noch einige Male sind Interessierte im Rahmen der Reihe “Sechs ungewöhnliche Orte” eingeladen, Linz zu erkunden und die Stadt aus neuen Perspektiven zu erforschen. Alle Termine dazu auf der Website von Schwemmland.